Unser Leistungsspektrum
Wir führen denkmalgerechte Restaurierungsarbeiten an sämtlichen historischen Fenstern, Türen, Treppen, Parkett- und Dielenböden aus. Besonderes Augenmerk legen wir hierbei auf die Nutzbarkeit der historischen Objekte. Hierfür erstellen wir in enger Absprache mit den Auftraggebern Gesamtkonzepte zur Restaurierung und setzen diese um.
Original bleibt Original! Wir ergänzen Holzfehlstellen nur soweit es nötig ist, um möglichst viel Originalsubstanz zu erhalten. Neben der konstruktiven Bearbeitung der Holzsubstanz führen wir hierbei auch Glas- und Beschlagarbeiten sowie die farbliche Gestaltung der Bauelemente nach historischer Art aus. Bei Bedarf rekonstruieren wir fehlende Bauelemente in bester handwerklicher Qualität.
Auf die Konservierung kommt es an! Generell werden alle Fenster und Türen bei uns mit Leinöl konserviert und gestrichen, wodurch die Holzsubstanz dauerhaft vor Feuchtigkeit und holzzerstörenden Pilzen geschützt ist. Ein Abblättern der Farbe wird so nahezu ebenfalls unterbunden. Wir restaurieren Ihre Fenster denkmalgerecht!
Neben der Wiederverwendung der historischen Verglasungen fertigen wir fehlende geschmiedete Beschläge nach und konservieren die Fenster mit Leinöl. Fehlende Scheiben werden mit Restaurierungsglas ersetzt. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen Konzepte zur energetischen Verbesserung Ihrer Fenster und Türen.
Seit 2009 haben wir in Greifswald und der Region Vorpommern etliche Projekte erfolgreich und nachhaltig umgesetzt. Bei Interesse an unserer Arbeit sprechen Sie uns gerne an!
REFERENZEN
Auf lange Sicht!
Leinölkonservierung barocker Fenster in Greifswald
In der Greifswalder Altstadt restaurierten und konservierten wir von Juni bis Oktober 23 gut ein dutzend teils barocke Kastenfenster der Universitätsbibliothek. Die letzte Bearbeitung der Fenster fand in den 1990er Jahren, mit den damals noch üblicherweise verwendeten Kunstharzfarben statt und dementsprechend gab es einige Arbeiten zu erledigen. Nach der Abnahme der versprödeten Kunstharzanstriche und kleinteiliger Ergänzung vermorschter Holzbereiche erfolgte eine grundhafte Konservierung mit Leinöl. Fehlende Beschläge wurden ergänzt, die vorhandenen historischen Glasscheiben wurden neu mit Leinölkitt eingeglast und fehlende Scheiben mit Restaurierungsglas ergänzt. Ein zweifarbiger Anstrich mit Leinölfarbe bildete den Abschluss der Arbeiten.
Bei der Holzschutzuntersuchung des Fachwerkgiebels am Haupthaus konnte ein größerer Schaden durch den “Großporigen Feuerschwamm” aufgedeckt werden, wodurch hier der Austausch einiger Fachwerkbalken und die Rekonstruktion zweier Giebelfenster nötig wurde. Die gesamte Holzoberfläche, des in großen Teilen noch bauzeitlichen Giebels, wies starke Verwitterungsspuren und Risse auf. Zum dauerhaften Schutz der historischen Konstruktion wurde, nach Absprache mit den Denkmalbehörden, durch uns eine Verschalung aus heimischer Lärche vor den Giebel montiert.
Rekonstruktion zur Wiederherstellung des Denkmals
Rekonstruktion einer neoklassizistischen Fabrikantenvilla aus der Mitte des 19. Jhd.
Die Rekonstruktion von Bauteilen in der Denkmalpflege ist des Öfteren umstritten, dennoch ist sie manchmal notwendig, um den Gesamtkontext des Denkmals zu erhalten und die ursprüngliche Gestaltung des Gebäudes wieder sichtbar zu machen. Im Besonderen gilt dies für Fenster und Türen, als wesentlich gestaltende Bauteile der Fassade in der Formensprache des Klassizismus. Für die denkmalgerechte Wiederherstellung einer neoklassizistischen Fabrikantenvilla aus der Mitte des 19. Jhd. in Stralsund, wurden wir im Frühjahr mit der Rekonstruktion der nicht mehr vorhandenen Hauseingangstür beauftragt.
Die originale Tür war bereits vor Jahren durch eine einfache und nicht in der Größe passende Tür ersetzt worden, ebenso die Fenster. Glücklicherweise erhielt sich auf der Gebäuderückseite das originale Türen – Pendant, wodurch wir die Konstruktionsdetails übernehmen konnten. Die Konstruktion besteht aus einem massiven Türfutter mit Füllungen, Kämpfern und Oberlichtern, sowie außenseitig einer Doppelflügeltür mit Füllungen. Im Inneren befindet sich eine Doppel – Windfangtür mit Sprossenverglasung im oberen Bereich. Als Material kam Eiche und Kiefer zur Verwendung.
Verbogenes Denkmal?
Restaurierung 270 Jahre alter Dachgesimse am Parkhaus Lüskow
Im Zuge umfangreicher Sanierungsarbeiten am Parkhaus Lüskow durften wir uns mit den mächtigen original erhaltenen Gesimsen am Dach des imposanten Gutshauses befassen. Der Fachwerkbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts hatte bereits viel erlebt und stand nun lange leer. Das Dach wurde in den 1990er Jahren mit schweren handgestrichenen Biberschwanzziegeln belegt, wodurch sich vermutlich der gesamte Dachstuhl in der Mitte des Hauses sehr ungleichmäßig um ca. 50 cm gesetzt hatte. Es entstand eine sehr kurvige Ansicht im Verlauf der Fachwerkrähme und Gesimse am Dach. Nach Aufnahme der Ziegel stellte sich heraus, dass durch die Undichtigkeiten der Ziegel und fehlende Bleche, vor allem an den Gesimsen starke Schäden entstanden waren. Auf der gesamten Länge an der Vorderseite- und Rückseite des Gebäudes war bereits teilweise mehr als 1/3 der Holzsubstanz durch dauerhafte Durchfeuchtung und Mikroorganismen zerstört. Die Verbindungen zum Deckenbalken waren auch durch mangelhafte Arbeiten in den vergangenen Jahrzehnten teilweise auf etlichen Metern nicht mehr vorhanden.
Es drohte ein Totalverlust! Wir mussten zunächst also alles statisch sichern, bevor wir mit den Ergänzungsarbeiten loslegen konnten. Dann erfolgte die Abtragung der vermorschten Bereiche per Hand, die Begradigung der Holzflächen und der Neuaufbau mit Kanthölzern. Die vorderen Karnisprofile wurden in der Werkstatt vorgefertigt. An den Bauteilstößen klafften Lücken von bis zu 9 cm Breite und einem Höhenversatz von mehreren Zentimetern. Teilweise wurden bauzeitlich bis zu 14 m lange Baumstämme am Stück verarbeitet! Auch die Stoßfugen wurden kleinteilig ergänzt, ebenso wie die Gehrungen an den Gebäudeecken. Nach den Ergänzungen erfolgte eine leichte Reinigung der Oberfläche, die mehrmalige Konservierung mit Leinöl und der Deckanstrich. Insgesamt wurden bis Jahresende bereits 110 lfm. Mansard- und Traufgesims bearbeitet. Weitere Arbeiten folgen.
Hereinspaziert!
Restaurierung und Rekonstruktion von Windfangtüren in der STRAZE
Pünktlich zur Eröffnung des Vereins- und Initiativenhauses STRAZE, in der Stralsunder Straße 10 in Greifswald, wurden zwei große Windfangelemente durch unsere Werkstatt fertig gestellt. Die Türelemente aus den 1920er Jahren dienten als Zugang zu dem im Seitenflügel befindlichen spätklassizistischen Veranstaltungssaal und wiesen durch die langjährige Nutzung des Hauses umfangreiche Schäden auf. Neben größeren Holzfehlstellen und Verwerfungen waren fast sämtliche Sprossengitter geschädigt, es fehlten etliche Beschläge und Verglasungen sowie drei der sechs Türflügel. Die noch vorhandenen Teile wurden in der Werkstatt sorgfältig restauriert, fehlende Türflügel rekonstruiert, Verglasungen und Beschläge ergänzt. Abschließend erfolgte ein Anstrich mittels Leinölfarbe.
Wir wünschen der STRAZE, als Ort altem- und neuem kulturellen Lebens in Greifswald, alles Gute!
Schritt für Schritt
Umfangreiche Restaurierung eines klassizistischen Kleinodes von 1803
Nach über zweijähriger Bauzeit konnte in der Greifswalder Innenstadt ein herausragendes Beispiel klassizistischer Baukultur fertig gestellt werden. Nach jahrzehntelangem Leerstand, massiven Hausschwammbefall und einigen Veränderungen an der Fassade, zeigte sich die Substanz des repräsentativen Gebäudes aus dem Jahr 1803 im Inneren jedoch nahezu im Originalzustand. Neben der aufwendig gestalteten Ausmalung etlicher Räume waren auch die Innentüren, die Treppenanlage, sowie die Fenster hofseitig nahezu im Originalzustand erhalten geblieben. Neben den historischen Türen und der Hauseingangstür wurden auch die original erhaltenen Kastenfenster restauriert und teilweise rekonstruiert. Als besonders umfangreich erwies sich die Bearbeitung der Treppe. Diese zeigte nicht nur einen größeren Schaden durch den echten Hausschwamm im Bereich des 1. Obergeschosses, sondern auch einen massiven Brandschaden im Bereich zum Dachgeschoss.
Bewegte Geschichte
Rekonstruktion und Restaurierung des Bauwagens „Sardine“ aus den 1940/50er Jahren
Nach fast zweijähriger Arbeit wurde vor kurzem der Nachbau eines historischen Bauwagens fertig gestellt. Die Grundlage bildete ein historischer LKW- Anhänger aus den 1940 /50er Jahren, der zwischenzeitlich lange Jahre als Hafentrailer für ein Motorschiff namens Sardine diente. Nach Rückbau der nachträglich angeschweissten Metallteile und Konservierung der Originalsubstanz erfolgte zunächst der Aufbau eines stabilen Grundrahmens aus Metall. Die tragende Konstruktion aus Lärche sowie die korbbogigen Dachsparren wurden in der Werkstatt abgebunden. Nach dem Aufstellen des Rahmens wurde die Außenhaut mit Lärchenholz beplankt. Für die engen Radien des Daches wurden besonders schmale Spundbretter angefertigt. Die gesamte Fassade und das Dach sind hinterlüftet, auf der Innenseite mit Holzfaserdämmung isoliert und mit Spundbrettern verkleidet. Der gesamte Aufbau und Ausbau erfolgte nach ökologisch und nachhaltigen Gesichtspunkten.
Blick in die Zukunft
Denkmalgerechte Restaurierung seltener Kastenfenster in Greifswald
Einen mittlerweile seltenen Bestand an original erhaltenen Kastenfenstern aus dem Anfang des 19. Jhd. restaurierten wir in den vergangenen Monaten in der Steinbecker Straße in Greifswald. Nach fast 25 Jahren Leerstand hatte die Substanz deutlich gelitten. Die ca. 200 Jahre alten Fenster wiesen neben partiellen Schwammbefall zahlreiche Schäden und Fehlstellen auf. Nach eingehender Bestandsaufnahme erfolgte die Sicherung der noch original erhaltenen Verglasungen, zur späteren Wiederverwendung. Sämtliche Beschläge mussten zur Reinigung und Konservierung entfernt und katalogisiert werden. Nach erfolgter Abnahme der Anstriche wurden kleinteilig die Holzfehlstellen ergänzt und alles mit Firnis konserviert, die noch brauchbaren Scheiben eingeglast und fehlende Scheiben mit Restaurierungsglas ergänzt sowie die Oberfläche denkmalgerecht konserviert.
